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Rolf Kühn, Erprobung des Wirklichen. Eine Untersuchung zum philosophischen und kulturellen Erfahrungsbegriff

Art.Nr.: 2026-8
GTIN/EAN: 978-3-943897-97-5
Rolf Kühn, Erprobung des Wirklichen
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  • Produktbeschreibung
Produktbeschreibung
Rolf Kühn, Erprobung des Wirklichen. Eine Untersuchung zum philosophischen und kulturellen Erfahrungsbegriff
ISBN: 978-3-943897-97-5
Einband: Paperback; Seiten/Umfang: 220 S.
Preis: 29,90 Eur (D) mit MWSt.
[Titel erscheint vorausichtlich im November 2026]

Philosophisches Denken war seit seinen Anfängen stets Erfahrungsanalyse, die mit Kant ins Zentrum der Erkenntnistheorie rückte. Aber es stellt sich die Frage, ob in Bezug auf kulturelle Lebensbereiche wie Kunst, Religion und Ethik sowie auch hinsichtlich äußersten existentiellen Erlebens wie Leid, Trauma und Verzweiflung nicht angemessener von Selbsterprobungen des originären Lebens gesprochen werden muss. Denn es gilt sowohl einer Abgründigkeit der Existenz als Exzess wie einer Steigerung des Lebens gerecht zu werden, welche jede Anschaulichkeit überschreiten, um die Erprobung eines „Unmöglichen“ zu beinhalten, das keinem Begriff oder Diskurs mehr zugänglich ist. Mit anderen Worten handelt es sich in solcher Erprobung um jene rein phänomenologische Materialität, welche als die originäre Verknüpfung von Leib/Leben bezeichnet werden kann, der wir als pathischer Grundgegebenheit in der reinen Lebensempfängnis diesseits von Zeit- wie Sinnvermittlung ohne jede Distanz überantwortet sind. Damit erweist sich die originäre Passibilität solch inkarnatorischer Materialität als die konkret transzendentale Bedingung jeglicher Weise von Kulturalität, welche in solch subjektiver wie ko-pathischer Praxis in allen Vollzügen unseres Tuns als unhintergehbares Sich-Erproben am Werk ist.


Inhaltsverzeichnis
Vorbemerkung

TEIL I Originärer Wirklichkeitszugang
1 Erfahrung und Erprobung
1.1 Von der zeitlichen zur intersubjektiven Erfahrung
1.2 Erprobung und originärer Realitätszugang
1.3 Wissenschaftlich reduzierte Wirklichkeit und subjektive Praxis
2 Ich und Selbst als ontisch-ontologische Problematik
2.1 Grenzphänomene und Anschauung als passive Frage
2.2 Leiblichkeit und originäres „Ich kann“
2.3 Monadologisch unendliches Ich und Cogito als Seinswahrheit

TEIL II Religion und Absolutes
3 Polysemie der Offenbarung nach Ricoeur
3.1 Religion im Werk Rioeurs
3.2 Hermeneutische Zirkularität und Zeugenschaft
3.3 Absolutes und Textbezug
4 „Atheologie“ als religionsphilosophische Methode
4.1 Anmerkung zu Atheologie, Mystik und Hermeneutik
4.2 Philosophisch-phänomenologische Voraussetzungen des Erscheinens
4.3 Religionsphilosophisch-theologische Perspektiven und Erlösung interkulturell

TEIL III Kunst und Kultur
5 Natur und Immanenz bei Caspar David Friedrich
5.1 Leiblichkeit als Elementarästhetik
5.2 Natur und Kunst als originäres Nicht-Sehen
5.3 Kreativer und spiritueller Naturalismus heute
6 Kultur als Selbstgewissheit des Lebens
6.1 Lebensselbststeigerung und Kultur
6.2 Kultur, Ethik und Ästhetik
6.3 Zukunftsperspektive der Kultur

Ausblick: Äußerste Erprobungen und Gutsein des Lebens
1. Freude und Schmerz, Trauma und Verzweiflung
2. Tod und inkarnatorisches Leben

Bibliographie
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Homepage zu diesem Artikel.
Diesen Artikel haben wir am 29.09.2026 in unseren Katalog aufgenommen.
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