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Janez Percic, Freiheit in Abhängigkeit

Janez Percic, Freiheit in Abhängigkeit
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Art.Nr.: 2017-2
Janez Percic, Freiheit in Abhängigkeit

Die Philosophie hat sich kontinuierlich mit dem Freiheitsbegriff auseinandergesetzt. Hegels Geschichte von Herr und Knecht ist vielleicht das bekannteste Beispiel dafür. Zwar hat sich die philosophische Reflexion stark auf dieses Konzept Hegels konzentriert, aber dabei ist ein Aspekt vernachlässigt worden: Der geschichtsphilosophische und systematische Kontext ist nicht genug thematisiert worden. Das will dieses Buch korrigieren.
Es war nämlich Aristoteles, der in seinen anthropologischen Ausführungen zwischen dem Herrn und dem Sklaven differenziert hat und davon überzeugt war, seinen theoretischen Ansatz ausführlich begründet zu haben. Und es war Hobbes, der mit aller Entschiedenheit solche Vorstellungen abgelehnt und eine neuzeitliche Position formuliert hat, der zufolge alle Menschen frei und gleich sind. Paradoxerweise zeigt sich aber, dass Hobbes’ Freiheitstheorie eindeutig Elemente der aristotelischen Definition des Sklaven von Natur aufweist und eine angemessene Interpretation der „Freiheit“ daher geradewegs von ihrem Gegenteil, der „Sklaverei“, her erfolgen muss. Deshalb gilt es, sich mit verschiedenen kontextgebundenen Aspekten der aristotelischen und der Hobbes’schen Philosophie zu befassen und ihre Analysen des Freiheitsbegriffes und des daraus resultierenden Abhängigkeitskonzeptes unter die Lupe zu nehmen.
Die Gegenüberstellung der Freiheitskonzepte von Aristoteles und Hobbes, zweier Klassiker der abendländischen Philosophie, vermag wichtige philosophische Meilensteine auf dem Weg zur heutigen Freiheitsdiskussion zu vergegenwärtigen und deutlich zu machen, dass der Freiheitsbegriff das Kerngebiet der Philosophie darstellt, weil sich Freiheit nur auf dem Hintergrund eines bestimmten theoretischen Ansatzes und seiner praktischen Auswirkungen für das Leben des Menschen bestimmen lässt.
„Freiheit in Abhängigkeit“: Weil der Mensch in seiner Rationalität allein keinen finalen Halt findet, bleibt er auf ein Gegenüber angewiesen.

Janez Perčič SJ, geboren 1964 in Kranj, Slowenien. Studium der Philosophie in Ljubljana und an der Hochschule für Philosophie in München, der Theologie in Frankfurt Sankt Georgen.  Bis 2016 Dozent für Sozialphilosophie an der Hochschule für Philosophie in München. Derzeit: College of the Holy Cross in Worcester, Massachusetts/USA.

ISBN: 978-3-943897-30-2
Einband: Hardcover
Preis: 39,90 Eur (D) inkl. MWSt.
Seiten/Umfang: 344 S. - 21,0 x 14,8 cm

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Inhalt

 

Vorwort

1. Einleitung: Zwei Freiheitsmodelle im Konflikt

 

2. Aristoteles’ Konzept des Freien und des Sklaven
2.1 Der „Sklave von Natur“ im aristotelischen System
2.2 Die Definition des Sklaven von Natur
2.2.1 Der Sklave als Besitz und Werkzeug
2.2.2 Der Sklave als Gehilfe beim Handeln
2.2.3 Die ontologische Selbstständigkeit des Sklaven

2.3 Die teilhabende Kraft des Sklaven

 

3. Der anthropologische Hintergrund des Sklaven von Natur

 

3.1 Definition des Menschen

3.2 Das aristotelische Menschenbild im Kontext der Seelenlehre
3.2.1 Der Begriff der Seele
3.2.2 Die Wesenheit der Seele
3.2.3 Die Teile der Seele

3.3 Das aristotelische Menschenbild im Kontext des Naturbegriffes

3.4 Die Frage nach der Verdorbenheit der Natur des Sklaven

 

4. Die Vorstellung von Herrschen und Dienen

4.1 Herrschaft als Anfang und als Notwendigkeit

4.2 Die despotische Herrschaft

4.3 Der Zustand des Sklaven als etwas Vorteilhaftes

 

5. Die Rationalität des Sklaven

5.1 Theoretische und praktische Rationalität

5.2 Die Fähigkeit zum Überlegen

5.3 Die Gemeinschaft der Vernunft

 

6. Der Sklave und die arete

6.1 Das Handeln des Sklaven

6.2 Die spezifische arete des Sklaven

6.3 Der Herr als phronimos

 

7. Freiheit als autarkeia

 

8. Hobbes im Diskurs mit Aristoteles

 

9. Hobbes’ Kritik an Aristoteles

9.1 Aspekte der Kritik

9.2 Auseinandersetzung mit der Idee der Ungleichheit

9.3 Hobbes’ Bild von der Gleichheit

9.4 Moralischer Egoismus als Gut

 

10. Der Hobbes’sche Freiheitsbegriff

10.1 Eine Skizze der Freiheitsproblematik

10.2 Die Einheit des Hobbes’schen Freiheitskonzeptes

 

11. Natürliche Freiheit – ein Recht ohne Verpflichtung

11.1 Der Naturzustand als Ausgangspunkt

11.2 Die Struktur des geistigen Subjekts

11.3 Das imperium affectuum als herrschendes Element

 

12. Die Handlungsfreiheit als eine Form des Freiseins

12.1 Darstellung des Dilemmas bei Hobbes

12.2 Überlegung und Entscheidung

12.3 Der Begriff des Willens

12.4 Der Begriff der Vernunft
12.4.1 Formen der Rationalität

12.5 Bestimmung der Handlung
12.5.1 Die Notwendigkeit willentlichen Handelns

 

13. Formen der Abhängigkeit

13.1 Das Gemeinwesen und das Herrschaftsverhältnis

13.2 Freiheit angesichts der Autorität des Souveräns

 

14. Die beiden Theorien im Vergleich

 

15. Power versus arete

 

16. Abkürzungen

 

17. Literaturverzeichnis

 

Diesen Artikel haben wir am Dienstag, 31. Januar 2017 in unseren Katalog aufgenommen.

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