Welche Technik?

(Wissenschaftlicher Essaypreis 2019 – Forschungsinstitut für Philosophie Hannover)

Hg. v. Birigit Recki

Ausstattung

Einband: Paperback; Seiten/Umfang: 82 S.

ISBN

978-3-943897-55-5

Preis

9,90 Eur (D) mit MWSt.

Bezug

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Wo es darum geht, Chancen und Risiken für die Zukunft der Menschheit auszuloten, da gehört die Frage nach der Technik unerlässlich in das Pensum des zeitgenössischen Problembewusstseins. In der modernen Welt gehen wir mit hochentwickelten technischen Erfindungen um, die uns quasi „natürlich“ geworden sind – und finden uns zugleich mit Technologien konfrontiert, die in den Augen vieler den Bruch zwischen Mensch und Natur markieren. In den Technikdiskursen, auch in den utopischen Fiktionen, mit denen die Unterhaltungsmedien die Sehnsucht nach dem Abenteuer mit dem nicht ganz Anderen bedienen, wird dagegen eine (post)humane Technik beschworen, die den Menschen nicht nur vor den Gewalten der Natur schützt, sondern neue Potentiale entbindet und ungeahnte Freiheitsräume schafft, in denen er mehr und mehr sich selbst verwirklichen könne. In solchen Motiven sind nicht nur die Möglichkeiten der Digitalisierung thematisch, sondern auch die Chancen, die die Entwicklung künstlicher Intelligenzen mit sich bringen könnte. Doch sind es gerade auch diese Technologien, die immer mehr Menschen mit Sorge erfüllen. Im Dilemma zwischen Furcht und Hoffnung, das den Technikdiskurs der letzten Jahrzehnte prägt, mag der Ausweg in der Einsicht liegen, dass die Frage nach der Technik wesentlich eine Frage nach der „richtigen“ Technik sei: Welche Technik?
Der Band dokumentiert den Wettbewerb, den das Forschungsinstitut für Philosophie Hannover 2019 unter dieser Frage ausgeschrieben hat: Drei preisgekrönte Essays und die Laudatio auf diese Beiträge, die jeder in seiner Art zu überzeugen wussten: durch souveräne Kenntnis zum Sachstand der technologischen Entwicklung, durch Problembewusstsein und differenzierte Kritik – und dadurch, dass sie sich kundig und urteilssicher auf der Höhe der philosophischen und interdisziplinär relevanten Debatten bewegen.

 

Inhalt

Vorwort

Birgit Recki: Welche Technik? Laudatio

Michael Klenk und Martin Sand: Prometheus’ Legacy. Responsibility and Technology

Bengt Früchtenicht: Wie ersetzbar ist der Mensch? Zu den Grenzen der Technik

Felix Maschewski und Anna-Verena Nosthoff: Über die Unfestgelegtheit des Menschen im Zeitalter seiner Profilierung. Überlegungen zur Frage: Welche Technik?

Informationen zu den Preisträger*innen

Das Forschungsinstitut für Philosophie Hannover

Zu den Autorinnen undn Autoren

Prof. Dr. Birgit Recki

weitere Informationen zur Autorin

Birgit Recki ist Professorin für Philosophie an der Universität Hamburg. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen in den Bereichen der Ethik, Ästhetik und Kulturphilosophie/Anthropologie mit historischen Schwerpunkten im 18. Jahrhundert und in der Moderne.

Titel/Artikel im Verlagsprogramm:

 

Dr. Michael Klenk

weitere Informationen zum Autor

Dr. Michael Klenk, geb. 1989, lebt gegenwärtig in St. Gallen. Von 2008 bis 2011 studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Stuttgart. Daraufhin erwarb er in 2012 einen MA in Philosophie am University College London und arbeitete danach zwei Jahre als Unternehmensberater in München. Von 2014 bis 2018 promovierte er bei Herman Philipse und Hanno Sauer an der Universität Utrecht. Die Arbeit zu den metaethischen Konsequenzen der Evolutionsbiologie wurde mit dem Prädikat ‚cum laude‘, dem höchsten in den Niederlanden, ausgezeichnet. Während des Studiums war er Gastwissenschaftler an den Universitäten Columbia, Harvard und Oxford. Von 2018 bis 2019 war er erst Dozent und danach Postdoc an der TU Delft. Mit dem Niels Stensen Fellowship arbeitet er von 2019 bis 2020 an der Stanford University und dem Institut für Wirtschaftsethik an der Universität St. Gallen an einem Projekt zur Digitalen Ethik.
Forschungsschwerpunkte: Digitale Ethik, Metaethik, Moralpsychologie, Erkenntnistheorie

Titel/Artikel im Verlagsprogramm:

  • zus. m. Martin Sand, "Prometheus’ Legacy. Responsibility and Technology", in: Welche Technik?, hg. von Birgit Recki (2020), S. 23-39.

 

Dr. Martin Sand

weitere Informationen zum Autor

Dr. Martin Sand, geb. 1987, lebt in Utrecht. Martin Sand wurde 2018 mit einer Arbeit zum Thema Futures, Visions, and Responsibility – An Ethics of Innovation am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) promoviert. Die Dissertation beschäftigt sich mit Verantwortungsfragen im visionären Frühstadium der Technikentwicklung und wurde als Monographie in der Springer-Reihe Technikzukünfte, Wissenschaft und Gesellschaft veröffentlicht. Seit August 2018 forscht Sand als Marie Skłodowska-Curie Fellow am Department of Values, Technology and Innovation der TU Delft mit einem Projekt zum moralischen Zufall in Wissenschaft und Innovationprozessen (Fördernummer 707404). Sand lehrte Wirtschafts- und Technikethik an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und der TU Kaiserslautern und war Stipendiat am Graduiertenkolleg „Innovationsgesellschaft: heute“ an der TU Berlin sowie Gastwissenschaftler an der Universität Maastricht. Sand ist Redaktionsmitglied des Journals Philosophy of Management und externer Berater zu ethischen Fragen im H2020-Projekt SoBigData.
Forschungsschwerpunkte: Verantwortung, Moralischer Zufall, Technikethik, Autonome Technologien, Hermeneutische Technikfolgenabschätzung

Titel/Artikel im Verlagsprogramm:

  • zus. m. Martin Sand, "Prometheus’ Legacy. Responsibility and Technology", in: Welche Technik?, hg. von Birgit Recki (2020), S. 23-39.

 

Bengt Früchtenicht

weitere Informationen zum Autor

Bengt Früchtenicht, geb. 1989 in Oldenburg. Von 2009 bis 2015 Studium der Physik (BSc) und Medizinischen Physik (MSc) in Bayreuth bzw. Düsseldorf, Abschlussarbeiten in Kristallographie bzw. Magnetresonanzspektroskopie. In den Folgejahren Lehrtätigkeiten in Mathematik und Physik als Dozent, Vertretungslehrer sowie im internatsähnlichen Naturschulprojekt Outdoor College in Norwegen, das als Kommune organisiert ist, Wildnispädagogik anwendet und sich an der „Friluftsliv“-Bewegung orientiert. Privater Weg zur Philosophie über Auseinandersetzung mit Kosmologie, den metaphysischen und erkenntnistheoretischen Grundlagen der Physik sowie fernöstlichem Gedankengut, welche 2017 im populärwissenschaftlichen Buch Welt(t)raum mündete. Seit 2018 M. A.-Studium der Philosophie in Oldenburg, Abschluss voraussichtlich 2020. Thema der Masterarbeit: „Die Physis bei Aristoteles und Heidegger“.

Titel/Artikel im Verlagsprogramm:

  • "Wie ersetzbar ist der Mensch? Zu den Grenzen der Technik", in: Welche Technik?, hg. von Birgit Recki (2020), S. 41-56.

 

Felix Maschewski

weitere Informationen zum Autor

Felix Maschewski, geb. 1985, MA Kultur & Wirtschaft, Mannheim, ist Germanist, Kultur- und Wirtschaftswissenschaftler, arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Wirtschaftsgestaltung (Berlin) und ist Dozent an der FU Berlin. Er promoviert an der Humboldt Universität zu Berlin zum Thema des ökonomischen Wissens in der Literatur der Gegenwart, ist dort auch Mitglied des PhD-Nets „Das Wissen der Literatur“ und forschte zuletzt an der Princeton University zum kybernetischen Realismus. Neben seinen akademischen Publikationen (u. a. Behemoth, Jahrbuch Technikphilosophie, Thesis Eleven sowie in diversen Sammelbänden) schreibt er als freier Autor Essays u. a. für das Feuilleton der Neuen Zürcher Zeitung, FAS, Die Republik, agora42, Hohe Luft Magazin über den digitalen Wandel, seine kulturellen Bedingungen und polit-ökonomischen Konsequenzen. Sein Buch zur Dialektik von Freiheit und Kontrolle im (post-)digitalen Zeitalter (geschrieben mit Anna-Verena Nosthoff) erschien im Herbst 2019 bei nicolai Publishing & Intelligence. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift engagée. politisch-philosophische Einmischungen.

Titel/Artikel im Verlagsprogramm:

  • zus. m. Anna-Verena Nosthoff, "Über die Unfestgelegtheit des Menschen im Zeitalter seiner Profilierung. Überlegungen zur Frage: Welche Technik?", in: Welche Technik?, hg. von Birgit Recki (2020), S. 57-74.

 

Anna-Verena Nosthoff

weitere Informationen zum Autor

Anna-Verena Nosthoff, geb. 1988, MA Soziologie, London, MA Politische Theorie, Frankfurt, ist Doktorandin am Institut für Soziologie der Universität Freiburg und Lehrbeauftragte am Institut für Politikwissenschaften der Universittät Wien. Sie studierte Philosophie, Soziologie und Politische Theorie an den Universittäten Frankfurt, Mannheim, Chapel Hill (NC, USA) und am Goldsmiths College der Universittät London. Als freie Autorin schreibt sie zudem regelmtäßig u. a. für die NZZ (Feuilleton), FAS und Die Republik. Jtüngste wissenschaftliche Vertöffentlichungen insbesondere zu Adorno, Beckett, Levinas, Anders und Agamben sowie zur Kybernetisierung des Politischen und technopolitischen Fragestellungen sind u. a. in Behemoth, Cultural Politics, Culture, Theory & Critique, Critical Research on Religion, Jahrbuch Technikphilosophie sowie Thesis Eleven und in Sammelbtänden erschienen. Ihr Buch zur Dialektik von Freiheit und Kontrolle im (post-)digitalen Zeitalter (geschrieben mit Felix Maschewski) erschien im Herbst 2019 bei nicolai Publishing & Intelligence. Sie ist Mitherausgeberin der Zeitschrift engagée. politisch-philosophische Einmischungen und war zuletzt Research Fellow am Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft.

Titel/Artikel im Verlagsprogramm:

  • zus. m. Felix Maschewski, "Über die Unfestgelegtheit des Menschen im Zeitalter seiner Profilierung. Überlegungen zur Frage: Welche Technik?", in: Welche Technik?, hg. von Birgit Recki (2020), S. 57-74.

 

Text & Dialog

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